Integrierte Produkt- und Bauwerksmodelle

Die Bauwerksmodelle adressieren jeweils Konzepte und Kontexte spezifischer Fachdomänen (Hochbau, Brücken, Stadt, Geomorphologie, etc.). In AutoBauLog agierende Maschinenteams fertigen und verändern jedoch Objekte aus verschiedenen natürlichen und menschengemachten Umgebungen in domänenübergreifenden Kontexten. Beschreibung, Simulation und Optimierung von Produkt und Herstellungsprozess ist daher nur möglich auf Basis eines integrierten Produktmodells, welches in der Lage ist, sowohl statische und zeitlich veränderliche Objekt- und Herstellungszustände abzubilden. Das zu entwickelnde Modell muss dazu Sollzustände, Planänderungen, Istzustände, aber auch Aspekte des Fertigungsprozesses abbilden können. Existierende Einzelmodelle bilden Teilaspekte bereits oft in ausgereifter Form ab, beschränken sich dagegen aber bewusst auf ihre Fachdomäne.

Die Entwicklung eines integrierten Gesamtmodells gliedert sich in drei Phasen. Zunächst ist die Verwendbarkeit von Strukturen dieser Teilaspekte im Kontext eines integrierten Produktmodells AutoBauLog zu analysieren. In einem anschließenden Integrationsschritt wird die Synthese aller verwendbaren Teilmodellstrukturen aus bestehenden Fachdomänenmodellen vorgenommen. Dieses Vormodell ist in einem abschließenden dritten Schritt gemäß weiterer zu ermittelnder Erfordernisse zur Abbildung der AutoBauLog–Produkt und –Prozessdaten zu ergänzen und in eine formal konsistente Struktur und Syntax zu bringen. Das so entstandene Gesamtmodell ‚AutoBau-Log‘ soll in der Lage sein, den Zustand des zu fertigenden Produkts und relevanter Herstellungsdaten in semantisch hochwertiger Form zu jedem Zeitpunkt vor, während und nach seiner Fertigung darzustellen. Dieses integrierte Produktmodell bildet die Basis zur Vorab-Simulation des gesamten Bauablaufs, aber auch zur schnellen und qualifizierten Reaktion auf unvorhergesehene Störungen während des Produktionsablaufs mit allen sich hieraus ergebenden Vorteilen, beispielsweise der Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit, Verringerung der Stillstandzeiten und Erhöhung der Fertigungsqualität. Leitstand und Maschinen können zu jeder Zeit semantisch hochwertige Informationen des Modells abrufen, sowie ihrerseits ergänzen.